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Bautagebuch Abschnitt 5

Seit August 2013 rollt der Verkehr auf der A 72 vom Bayerischen Vogtland über Chemnitz durchgehend bis Borna und damit durchgehend viersprurig bis Leipzig. Hier beginnt der letzte noch fehlende, rund 17 Kilometer lange Bauabschnitt 5 von Borna bis zur Anbindung an die A 38 im Leipziger Süden.

 

Ebenfalls seit Mitte 2013 wird der Abschnitt 5.1 von Borna bis Rötha bereits gebaut. Zunächst sind bauvorbereitende Arbeiten und erste Brückenbauten im Abschnitt 5.1 realisiert worden. Der Erd- und Oberbau auf dem rund 9,5 Kilometer langen Abschnitt 5.1 ist im Oktober 2015 gestartet. Inzwischen befindet sich der erste Teilabschnitt des A 72-Neubaus vom südlichen Bauanfang bis zur neu entstehenden Anschlussstelle Borna-Nord im Endspurt. Wenn die Arbeiten weiter planmäßig vorankommen, könnte dieser erste Teilabschnitt im Spätsommer 2018 unter Verkehr gehen.

 

Im weiteren Verlauf des Abschnitts 5.1 zwischen der Anschlussstelle Borna-Nord und dem nördlichen Bauende bei Rötha sind die Erdbauleistungen inzwischen weitestgehend abgeschlossen. Gegenwärtig werden hier bis zur zukünftigen Anschlussstelle Espenhain die Entwässerungsanlagen errichtet. Zudem entstehen Lärmschutzwälle entlang der Trasse. Die zukünftige Autobahnbrücke über die Eula wird im Mai fertiggestellt. Im Bereich der Anschlussstelle Espenhain selbst noch ein Brückenbauwerk in Arbeit, ein weiteres Teilbauwerk ist hier noch in Auftrag zu geben.

 

Der gesamte Abschnitt 5.1 Borna-Rötha soll bis Ende 2019 fertiggestellt werden. Die aktuellen Gesamtkosten betragen für den Abschnitt 5.1 rund 125 Millionen Euro.

 

 

Die Hauptbauleistungen für den letzten noch nicht in Bau befindlichen Abschnitt 5.2 der A 72 von Rötha bis zur A 38 südlich von Leipzig sollen im Herbst 2018 beginnen.

 

Der Abschnitt 5.2 stellt sich - neben der hochkomplexen bauzeitlichen Verkehrsführung auf der B 95 - hinsichtlich des Baugrundes sehr anspruchsvoll dar. Es handelt sich um 60 bis 70 Meter hoch verkippten Tagebau ohne maschinelle Verdichtung, obendrein mit oberflächennah anstehendem Grundwasser. Zu über 80 Prozent verläuft er auf Kippengelände des ehemaligen Tagebaues Espenhain. Umfangreiche Bodenverbesserungsleistungen werden in weiten Teilen der Trasse notwendig sein, damit die zukünftige Autobahn auf stabilem Untergrund errichtet werden kann. Das LASuV hatte im vergangenen Jahr sechs Probefelder entlang der zukünftigen Trasse angelegt, um die geplanten Bodenverbesserungstechnologien zu erproben. Es ist festgestellt worden, dass die Baugrundverbesserungen aus Rüttelstopfverdichtung in Kombination mit Vertikaldränagen und Überschüttung am besten dafür sorgen, dass die Setzungen gleichmäßig in der Fläche verlaufen und ermöglichen so das Entstehen eines verfestigten Bandes in der Kippe.

 

Rund zwei Drittel der neuen A 72 befinden sich im Abschnitt 5.2 auf der Trasse der bisherigen Bundesstraße B 95. Diese soll während des Autobahnbaus weitestgehend weiter vierspurig für den Verkehr zur Verfügung stehen. Zur Vorbereitung des Streckenbaus ist es daher erforderlich, sowohl entlang der B 95 als auch entlang der S 72 sowie weiterer Straßen im Bereich Böhlen - Großdeuben bauzeitliche Ausweichstrecken und Umfahrungen provisorisch auszubauen. Diese Arbeiten sollen bis Ende November 2018 abgeschlossen werden. Sie machen umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen erforderlich, in der Regel handelt es sich um verengte oder eingezogene Fahrspuren unter Aufrechterhaltung des Verkehrs. Zum Ende der Bauzeit wird die Verkehrsführung für die Folgejahre eingerichtet.

 

Die sächsische Straßenbauverwaltung unterrichtet den Bund als Kostenträger regelmäßig im Rahmen von Kostenfortschreibungen über die Erkenntnisse, die sich durch den Planungs- und damit Erkenntnisfortschritt ergeben. Aktuell ist mit einer Summe von 224,5 Millionen Euro für den Bundesanteil zu rechnen. Die ersten Streckenbauleistungen sollen im Oktober 2018 beginnen, sie wurden jetzt ausgeschrieben. Derzeit wird von einer Fertigstellung des letzten Abschnitts der A 72 zwischen Borna und der A 38 südlich von Leipzig Ende 2026 ausgegangen.

 

An dieser Stelle wollen wir Sie auf unsere Baustelle mitnehmen und regelmäßig mit aktuellen Impressionen über den Baufortschritt informieren.

 

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